Rudyard Kippling: Only Two Divisions in the World

Joseph Rudyard Kippling, der Autor des berühmten Dschungelbuches, erhält durch durch Heinz-Joachim Müllenbrock, emeritierter Ordinarius für Anglistik an der Georg-August-Universität Göttingen, in dem Artikel “ Halb Teufel und halb Kind“ (Junge Freiheit vom 14. Januar 2011) Aufmerksamkeit.

Auf diesen Artikel wird von „virOblationis“ auf dem Blog „Deutschland-Kontrovers“ im Artikel „Angelsächsischer Calvinismus und seine Folgen“ verwiesen.

So hat Kipling wohl geäußert: “only two divisions in the world to-day–human beings and Germans…” (zitiert nach: Regina Marler, New York Times, Sunday Book Report – „In the Trenches: The War to End All Wars“ vom 8. Sept. 2010).

„VirOblationis“ und wohl auch Manfred Kleine-Hartlage, der dies in seinem Blog wiedergibt, sehen hierin einen näheren Zusammenhang zum Calvinismus der Angelsachsen an sich. Ganz falsch wird das nicht sein, wenn man an das Kriegsgebet im amerikanischen Kongress zum 1. Weltkrieg denkt (zu finden in: Franz Uhle-Wettler, Gesichter des Mars – darauf werde ich bei Gelegenheit noch eingehen). Die generelle Vermischung von Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit, Freund und Feind scheinen bei den Calvinisten und Angelsachsen im Ganzen wohl üblich. Aber ist das denn etwas so besonderes, nur weil wir Deutschen im ungünstigeren Falle zu objektivistisch und im günstigeren Fallle so analytisch sind, daß wir davon nicht betroffen sind. Wenn schon Analyse, dann sollte man aber auch feststellen, daß es sich um ein eher durchschnittliches Phänomen handelt, zu finden überall in der Welt. Spielt hier etwa die alte deutsche enttäuschte Liebe zu den Briten eine besondere Rolle? – Bei mir jedenfalls nicht.

Für die besondere calvinistische Prägung Kiplings und damit die Verbindung von Calvinismus und Haß, besonders gegen lutherische oder römisch-katholische Deutsche, spricht schon das Elternhaus des kleinen Joseph Rudyard, dessen Eltern beide aus Pfarrer-Familien kamen. Degegen spricht allerding der Tod seines Sohnes im Kampf an der deutsch-Britischen Front. Aus dem Times-Zitat geht nicht hervor, ob er seine Äußerung vor oder nach dem Tod seines Sohnes 1915 verfaßt hat. Ein Zusammenhang ist allerdings überhaupt nicht auszuschließen.

Eine reine Entgleisung wird sein Deutschenhaß wohl kaum gewesen sein, eher ein gesammtenglisches Phänomen. Na und? Der Neid auf uns Deutsche ist doch bis heute spürbar. Die Briten waren eben niemals wirkliche Spitze. Und das wissen sie.

Was kümmert es die Deutsche Eiche, wenn sich ein Inselaffe an ihr kratzt? Dazu noch ein klemmschwuler?

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