Archiv der Kategorie: Anmerkungen

EU

Wer braucht eigentlich die „EU“?
Es handelt sich dabei um eine von den überflüssigen Einrichtungen, die den Frieden erhalten soll, aber den Unfrieden schaffen wird.
Wie lange glauben die Traumtänzer eigentlich, wird dieses fundamentlose Kunstgebilde halten?
Und was glauben die, wird danach kommen?
Und wie friedlich wird das Auseinanderfallen, das Entwirren, das Drängen neuer Machtblöcke werden?

Die Frage, ob es sich bei „unseren“ Politikern um dämliche Idioten handelt oder ob sie böswilllige Zyniker sind, stellt sich gar nicht.

Selbst als egoistische Zyniker sind die endbescheuert.

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Die Ausnahme

Eine geregelte Ausnahme von einer Grundregel beweist nur, daß das der Ausnahme zugrunde liegende Prinzip als wichter anzusehen ist, als die Einhaltung der Grundregel selbst. Das Prinzip, das der Ausnahme zugrunde liegt, ist somit dem Prinzip der Regel überlegen.

Also ist letztendlich die Einführung einer geregelten Ausnahme der Mord der Regel selbst. Das kann man wohl soweit treiben, daß das der Aunahme zugrundeliegende Prinzip als die eigentliche Regel anzusehen ist und die ursprüngliche Regel nur die weitläufige Ausnahme darstellt.

Beispiel: Wenn die Toleranz die allgemeine Regel sein soll, für „Rechte“ die Toleranzregel ausnahmsweise aber nicht zu gelten hat, so ist der „Kampf gegen Rechts“ das erste Prinzip und das Toleranz-Prinzip das Zweite in der Hierarchie.

Ganz einfach. So auch das Bundeverfassunggericht zu  § 130 Abs. 3 StGB und dem Grundrecht auf Meinungsfeiheit aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG: Zwar gebe es keine verfassungsrechtliche Rechtfertigung für diesen Eingriff in den Schutzbereich der Meinungsfreiheit durch den „Holocaust-Leugnung-Bestrafungs-Paragrafen“. (Damit wäre in früheren Zeiten das Thema geklärt gewsen: Der Absatz wäre schlicht verfassungwidrig gewesen. Heute gilt aber die Ausnahme vom trechtsstaatprinzip: Der heutige „Kampf gegen das Naziregime“ ist höher zu bewerten, als die Existenz des Rechtsstaates. Das war das Öffnen der Büchse der Pandora.

Und genau deswegen wird hier niemand den Klarnamen vom Autoren zu lesen bekommen. Das Ende der Fahnenstange ist nicht etwa erreicht, sondern es gfeht gerade erst los.


Rudyard Kippling: Only Two Divisions in the World

Joseph Rudyard Kippling, der Autor des berühmten Dschungelbuches, erhält durch durch Heinz-Joachim Müllenbrock, emeritierter Ordinarius für Anglistik an der Georg-August-Universität Göttingen, in dem Artikel “ Halb Teufel und halb Kind“ (Junge Freiheit vom 14. Januar 2011) Aufmerksamkeit.

Auf diesen Artikel wird von „virOblationis“ auf dem Blog „Deutschland-Kontrovers“ im Artikel „Angelsächsischer Calvinismus und seine Folgen“ verwiesen.

So hat Kipling wohl geäußert: “only two divisions in the world to-day–human beings and Germans…” (zitiert nach: Regina Marler, New York Times, Sunday Book Report – „In the Trenches: The War to End All Wars“ vom 8. Sept. 2010).

„VirOblationis“ und wohl auch Manfred Kleine-Hartlage, der dies in seinem Blog wiedergibt, sehen hierin einen näheren Zusammenhang zum Calvinismus der Angelsachsen an sich. Ganz falsch wird das nicht sein, wenn man an das Kriegsgebet im amerikanischen Kongress zum 1. Weltkrieg denkt (zu finden in: Franz Uhle-Wettler, Gesichter des Mars – darauf werde ich bei Gelegenheit noch eingehen). Die generelle Vermischung von Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit, Freund und Feind scheinen bei den Calvinisten und Angelsachsen im Ganzen wohl üblich. Aber ist das denn etwas so besonderes, nur weil wir Deutschen im ungünstigeren Falle zu objektivistisch und im günstigeren Fallle so analytisch sind, daß wir davon nicht betroffen sind. Wenn schon Analyse, dann sollte man aber auch feststellen, daß es sich um ein eher durchschnittliches Phänomen handelt, zu finden überall in der Welt. Spielt hier etwa die alte deutsche enttäuschte Liebe zu den Briten eine besondere Rolle? – Bei mir jedenfalls nicht.

Für die besondere calvinistische Prägung Kiplings und damit die Verbindung von Calvinismus und Haß, besonders gegen lutherische oder römisch-katholische Deutsche, spricht schon das Elternhaus des kleinen Joseph Rudyard, dessen Eltern beide aus Pfarrer-Familien kamen. Degegen spricht allerding der Tod seines Sohnes im Kampf an der deutsch-Britischen Front. Aus dem Times-Zitat geht nicht hervor, ob er seine Äußerung vor oder nach dem Tod seines Sohnes 1915 verfaßt hat. Ein Zusammenhang ist allerdings überhaupt nicht auszuschließen.

Eine reine Entgleisung wird sein Deutschenhaß wohl kaum gewesen sein, eher ein gesammtenglisches Phänomen. Na und? Der Neid auf uns Deutsche ist doch bis heute spürbar. Die Briten waren eben niemals wirkliche Spitze. Und das wissen sie.

Was kümmert es die Deutsche Eiche, wenn sich ein Inselaffe an ihr kratzt? Dazu noch ein klemmschwuler?