Ein historisierendes Märchen

Es war einmal …

ein Rennwagen. Es handelte sich um einen weißen Porsche. Dieser galt damals als der beste Rennwagen aller Zeiten. Dieser Rennwagen hatte bereits viele Rennen bestritten und bis dahin alle Meisterschaften gewonnen.

Doch dann kam ein großes Rennen, das größte überhaupt: Die berühmten Vierundzwanzig Stunden von LeMans. Damals ein ganz neuartiges Rennen.
Zuerst ging der weiße Porsche in Führung. Doch bald geriet er aufgrund eines schweren Fahrfehlers ins Schleudern und knallte am Ende der langen Geraden in die Leitplanken, war aber noch fahrfähig. Die Reparatur dauerte sehr lange. Man sagte, daß der damalige Teamchef, sein Technischer Direktor und der Renningenieur nicht sonderlich befähigt waren und die wesentlichen technischen Veränderungen seit dem letzten großen Rennen nicht verstanden haben. Das Auto war dennoch so hervorragend, daß es trotz des Unfalls und des Schadens den Abstand zu den nun führenden anderen Rennwagen halten konnte.
Der damalige Rennstallbesitzer entschloß sich dann dazu, die Leitungscrew während des Rennens auszutauschen und dem neuen Renningenieur mehr Entscheidungskompetenz zuzuteilen. Von diesem Zeitpunkt an holte der weiße Porsche von Runde zu Runde auf. Er überholte sogar den grünen Astion Martin und den blauen Renault, die bis dahin führten und kam diesen Teams sogar einen Boxenstop voraus, durch eine ab dann hervorragende Rennstrategie.
Nun ereignete sich, daß auf einmal ein Haufen neuer Rennfahrzeuge mitten im Rennen neu an den Start ging. So etwas gab es bis jetzt recht selten. Zwar hatte dieses Team aus Übersee mit seinen zehn schwarzen Chryslern an der Einführungsrunde teilgenommen, doch der Teamchef weigerte sich, das Rennen auch zu fahren.
Zeitgleich fingen Teile der weißen Porsche-Crew an zu streiken und das Fahrzeug im Boxebstop stand immer länger, da zu wenige Leute vorhanden waren, um die Reifen zu wechseln und zu tanken. So etwas hat es bis dahin wohl noch nie gegeben. Interessanterweise verlangten einige Crewmitglieder während des laufenden Rennens, daß der Rennstallbesitzer sie an am Rennstall beteiligte, so daß sie die totale Mehrheit an der neuen AG erhielten.
Das Rennen gewann dann der grüne Aston Martin, der blaue Renault und vor allem die neuen schwarzen Chrysler, nachdem der weiße Porsche aus dem Feld gekickt wurde.
Das Team mit den weißen Porsche entging knapp der Pleite. Der alte Eigentümer verzichtete auf den Rennstall und übertrug diesen auf die Crew; ganz ohne Gegenleistungen. Er wollte den Rennstall als solchen einfach nur zu erhalten wissen, da dieser Rennstall von seinem Großvater und einem hervorragenden Technischen Direktor errichtet worden ist.
In den Wirren nach dem verlorenen Rennen konnte sich das Team allerdings nicht einigen. Innere Streitigkeiten schwächten die Entscheidungsfindung. Die anderen Teams förderten diese Streitigkeiten nach Kräften, da sie wussten, daß dieses Team eigentlich das größte Potential hatte. Folglich wurde das Rennreglement einseitig zu Lasten des weißen Teams geändert.
Eines Tages hatte die Crew die ewigen Streitereien satt und sie bestimmten einen einfachen Mechaniker, der Weitblick und Durchsetzungsfähigeit zu besitzen schien, zu ihrem Chef. Dieser riß sehr schnell alle Entscheidungskompetenzen an sich und formte aus diesem Rennstall wieder ein Team, das auf den ersten Blick recht konkurrenzfähig aussah. Dieser Teamchef schaffte es, daß das Rennreglement wieder so zu ändern, daß eine chancenreiche Teilnahme an Rennen möglich war. Es folgten einige kleinere Rennen, die allesamt gewonnen wurden, zum Teil recht mühsam.
Doch der Rennwagen war einerseits sehr gut, da er auf den Erfahrungen der alten Crew aufbaute und andererseits auch sehr innovativ. Diesmal hatte man verstanden, was sich technisch verändert hatte und hatte sich konsequent danach ausgerichtet. Es bestand unter allen teilnehmenden Teams bald Einigkeit, daß das erneuerte weiße Team wohl wieder den besten Rennwagen aufgebaut hatte.
Nach den vielen kleinen gewonnen Rennen wurde zur Überraschung des neuen Teamchefs
das diesmalige LeMans-Rennen viel früher angesetzt, als sonst üblich. Zufall?
Auf einmal stellte der neue Teamchef fest, daß sich alle anderen Teams gegen das weiße Team conspiriert haben. Denn: Das Preisgeld für dieses Rennen wurde so hoch angesetzt, daß alle Teams, die in die Punkteränge fuhren, für die Zukunft so viele finanzielle Mittel haben würden, daß sie jahrzehntelang das gesamte Renngeschehen dominieren würden.
es wurde gleichzeitig ein zweites Rennen nach demselben Muster angesetzt. Hier traten nur zwei Teams an das weiße und ein rotes.
So blieb dem Teamchef trotz der Verschwörung keine Wahl. Seine Entscheidung war, nicht zurückhaltend zu fahren sondern beide Renngeschehen jeweils von vorne zu bestimmen.
Auch in diesem Rennen hat das schwarze Team aus Übersee mit den Chryslern nur an Qualifikation und Einführungsrunde teilgenommen. Es ist aber sofort wieder an die Box gefahren, bevor es richtig losging. Zur Überraschung aller ist das blaue Team mit den Renaults sofort ausgefallen, das grüne Team mußte mit den Aston Martins schnell an die Box, verlor somit Runde um Runde. Das weiße Team führte das Rennen mit seine Porsche souverän an.
Das zweites Rennen war von immenser Wichtigkeit. Auch dort wurden so hohe Preisgelder verliehen, daß eine Niederlage ein Ende des Motorsports für diejenigen Teams bedeutete, die, nicht in die Punkte fuhren. Daß diese beiden Rennen nicht ganz zufällig gleichzeitig stattfanden, ahnte man bereits im weißen Porsche-Team. In diesem Rennen gab es ein neues rotes Team. Dieses verlor zwar Runde um Runde, und mußte mit den vielen Wolga-Fahrzeugen an die Box.
Das rote Team und das schwarzen Team in den beiden Rennen hatten einen riesigen Vorteil: Sie gingen mit unendlich vielen Fahrzeugen an den Start, während das blaue, das grüne und das weiße Team jeweils nur ein einziges Fahrzeug einsetzen konnten. Mehr gaben die kleinen teams nicht her.
Alle Teamchefs wußten, daß das weiße Team, das gleichzeitig zwei Langstreckenrennen bestreiten mußte die besten Autos hatte. Aber sie wußten auch, daß beide gleichzeitigen Rennen dieses Team logistisch und von der Manpower her völlig überforderte. Und darauf haben sie spekuliert, als sie sich verabredeten, beide Rennveranstaltungen gleichzeitig abzuhalten. Hätte sich das weiße Team auf jeweils ein rennen konzentrieren können, hätte es diese trotz des Kräfteungleichgewichts gewonnen. Der weiße Porsche war einfach viel schneller und robuster, als die anderen Kisten.
Beide Porsche des weißen Teams führten beide Rennen souverän an.
Und wiederum startete das schwarze Team mitten im Rennen mit allen seinen zehn Chryslern. Diese waren zudem unendlich langsam und konnten das Renntempo überhaupt nicht mitgehen. Sie wurden überrundet und überrundet. Aber bei jeder Überrundung wurde der weiße Porsche leicht beschädigt, mal wurde es in die Zange genommen, mal ausgebremst. Nur die bessere Motorleistung und das besser eingespielte Team konnte das noch eine lange Zeit ausgleichen. Doch bei jeder Überrundung nahmen die Schäden zu und der Wagen wurde immer langsamer. Das gleiche passierte im zweiten Rennen. Die unzähligen roten Fahrzeuge beschädigten den weißen Porsche so sehr, daß dieser fast zeitgleich mit dem Porsche in LeMans ausfiel.

Niemand hatte zu irgendeiner Zeit bestritten, daß der weiße Porsche und das weiße Team das beste der Welt waren. Ja der damalige Teamchef war wohl alles andere, als ein hervorragender Teamchef. Nicht zuletzt er war es, der die anderen Teamchefs auf die neuen Fähigkeiten seines Teams aufmerksam machte und somit die Interessen der anderen Teams förderte, mit dem weißen Team für alle Zeiten Schluß zu machen. Heute glauben viele, daß jeder andere teamchef es besser gemacht hätte. Aber das ist genauso falsch, wie die Vermutung, der Teamchef war eigentlich gut, aber er wurde von den anderen überrumpelt. So ist es nicht, weil jeder, der die Rechnung ohne den Wirt macht, selbst schuld ist.

Ganz ist denen das wohl nicht gelungen. Ein neues Team der gleichen Qualität wurde aber nie mehr auf die Beine gestellt. Die Konkursmasse des weißen Teams gibt es noch ist aber weitgehend in Fremdbesitz der anderen Teams, vor allem des schwarzen Teams aus Übersee.

Die neue Generation könnte jederzeit wieder ein solches Team auf die Beine stellen. Aber sie hat den Willen verloren. Nicht zuletzt deswegen, weil sie tief im Inneren glauben, daß diese Verschwörung noch andauert. – Aber das Preisgeld haben die anderen Rennteams völlig auf den Kopf gehauen und sind hoch verschuldet. Die Konkursmasse steht besser da, als die alten Rennteams. Und es steht ein neues Rennteam auf der Matte, das sich anschickt, die Führung im Motorsport zu übernehmen. Dieses neue Team ist unendlich Reich sucht ein Partnerteam. es wäre wahrscheinlich bereit, die Konkursmasse des weißen Teams soweit zu unterstützen, daß sie einen neuen Rennstall unter eigener Führung aufbaut. Die Adresse des neuen Teams findet sich in Peking.

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EU

Wer braucht eigentlich die „EU“?
Es handelt sich dabei um eine von den überflüssigen Einrichtungen, die den Frieden erhalten soll, aber den Unfrieden schaffen wird.
Wie lange glauben die Traumtänzer eigentlich, wird dieses fundamentlose Kunstgebilde halten?
Und was glauben die, wird danach kommen?
Und wie friedlich wird das Auseinanderfallen, das Entwirren, das Drängen neuer Machtblöcke werden?

Die Frage, ob es sich bei „unseren“ Politikern um dämliche Idioten handelt oder ob sie böswilllige Zyniker sind, stellt sich gar nicht.

Selbst als egoistische Zyniker sind die endbescheuert.


Der Krieg als Vater aller erhaltenswerten Dinge

In Frieden und Wohlstand wird das zerstört, was in Krieg und Notstand mühsam opferreich entstand. Mit allem Überflüssigem und den materiellen Gütern verhält es sich genau umgekehrt: Sie entstehen in Frieden und Wohlstand und werden in Krieg und Notstand zerstört.


Die Ausnahme

Eine geregelte Ausnahme von einer Grundregel beweist nur, daß das der Ausnahme zugrunde liegende Prinzip als wichter anzusehen ist, als die Einhaltung der Grundregel selbst. Das Prinzip, das der Ausnahme zugrunde liegt, ist somit dem Prinzip der Regel überlegen.

Also ist letztendlich die Einführung einer geregelten Ausnahme der Mord der Regel selbst. Das kann man wohl soweit treiben, daß das der Aunahme zugrundeliegende Prinzip als die eigentliche Regel anzusehen ist und die ursprüngliche Regel nur die weitläufige Ausnahme darstellt.

Beispiel: Wenn die Toleranz die allgemeine Regel sein soll, für „Rechte“ die Toleranzregel ausnahmsweise aber nicht zu gelten hat, so ist der „Kampf gegen Rechts“ das erste Prinzip und das Toleranz-Prinzip das Zweite in der Hierarchie.

Ganz einfach. So auch das Bundeverfassunggericht zu  § 130 Abs. 3 StGB und dem Grundrecht auf Meinungsfeiheit aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG: Zwar gebe es keine verfassungsrechtliche Rechtfertigung für diesen Eingriff in den Schutzbereich der Meinungsfreiheit durch den „Holocaust-Leugnung-Bestrafungs-Paragrafen“. (Damit wäre in früheren Zeiten das Thema geklärt gewsen: Der Absatz wäre schlicht verfassungwidrig gewesen. Heute gilt aber die Ausnahme vom trechtsstaatprinzip: Der heutige „Kampf gegen das Naziregime“ ist höher zu bewerten, als die Existenz des Rechtsstaates. Das war das Öffnen der Büchse der Pandora.

Und genau deswegen wird hier niemand den Klarnamen vom Autoren zu lesen bekommen. Das Ende der Fahnenstange ist nicht etwa erreicht, sondern es gfeht gerade erst los.


Rudyard Kippling: Only Two Divisions in the World

Joseph Rudyard Kippling, der Autor des berühmten Dschungelbuches, erhält durch durch Heinz-Joachim Müllenbrock, emeritierter Ordinarius für Anglistik an der Georg-August-Universität Göttingen, in dem Artikel “ Halb Teufel und halb Kind“ (Junge Freiheit vom 14. Januar 2011) Aufmerksamkeit.

Auf diesen Artikel wird von „virOblationis“ auf dem Blog „Deutschland-Kontrovers“ im Artikel „Angelsächsischer Calvinismus und seine Folgen“ verwiesen.

So hat Kipling wohl geäußert: “only two divisions in the world to-day–human beings and Germans…” (zitiert nach: Regina Marler, New York Times, Sunday Book Report – „In the Trenches: The War to End All Wars“ vom 8. Sept. 2010).

„VirOblationis“ und wohl auch Manfred Kleine-Hartlage, der dies in seinem Blog wiedergibt, sehen hierin einen näheren Zusammenhang zum Calvinismus der Angelsachsen an sich. Ganz falsch wird das nicht sein, wenn man an das Kriegsgebet im amerikanischen Kongress zum 1. Weltkrieg denkt (zu finden in: Franz Uhle-Wettler, Gesichter des Mars – darauf werde ich bei Gelegenheit noch eingehen). Die generelle Vermischung von Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit, Freund und Feind scheinen bei den Calvinisten und Angelsachsen im Ganzen wohl üblich. Aber ist das denn etwas so besonderes, nur weil wir Deutschen im ungünstigeren Falle zu objektivistisch und im günstigeren Fallle so analytisch sind, daß wir davon nicht betroffen sind. Wenn schon Analyse, dann sollte man aber auch feststellen, daß es sich um ein eher durchschnittliches Phänomen handelt, zu finden überall in der Welt. Spielt hier etwa die alte deutsche enttäuschte Liebe zu den Briten eine besondere Rolle? – Bei mir jedenfalls nicht.

Für die besondere calvinistische Prägung Kiplings und damit die Verbindung von Calvinismus und Haß, besonders gegen lutherische oder römisch-katholische Deutsche, spricht schon das Elternhaus des kleinen Joseph Rudyard, dessen Eltern beide aus Pfarrer-Familien kamen. Degegen spricht allerding der Tod seines Sohnes im Kampf an der deutsch-Britischen Front. Aus dem Times-Zitat geht nicht hervor, ob er seine Äußerung vor oder nach dem Tod seines Sohnes 1915 verfaßt hat. Ein Zusammenhang ist allerdings überhaupt nicht auszuschließen.

Eine reine Entgleisung wird sein Deutschenhaß wohl kaum gewesen sein, eher ein gesammtenglisches Phänomen. Na und? Der Neid auf uns Deutsche ist doch bis heute spürbar. Die Briten waren eben niemals wirkliche Spitze. Und das wissen sie.

Was kümmert es die Deutsche Eiche, wenn sich ein Inselaffe an ihr kratzt? Dazu noch ein klemmschwuler?


Geltungsgrund des Rechts

Das Recht auf freie Rede entsteht dadurch, daß der Mann, der es in Anspruch nimmt, innerlich bereit ist, dafür zu kämpfen und zu sterben. Dasselbe gilt für alle Freiheitsrechte. Gilt dies  für alle subjektiven Rechte? Etwa für das ganze Recht. – Gibt es gar keine unabhängig geltende Rechtsordnung? Das Recht gilt also nur ad-hoc. Sein Geltungsgrund liegt darin, daß Männer bereit sind, für das Recht zu kämpfen und zu sterben!